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Artikel nach Datum gefiltert: Februar 2016

Game Drive und Tagesausflug - und was man alles vergessen kann

Es ist kurz vor 5 Uhr morgens und es geht an die Vorbereitung für die morgendliche Safari, den so genannten Game Drive. Abhängig vom Sonnenaufgang holt Bert, der Fahrer und Guide, die Gäste mit seinem Jeep ab und dann geht es ab in den Busch. Aktuell ist um 5.30 Uhr Abfahrtszeit. Vorher gibt es Tee oder Kaffee und ein paar Rusks, ein sehr typisches Gebäck - ein bisschen wie Zwieback, nur viel besser. Wer's mag, taucht seinen Rusk in sein Getränk. Die selbst gebackenen Rusks von unserer Köchin Rebecca sind einfach genial!

Wenn Gäste einen Tagesausflug zum Krügerpark planen, gibt es eine Frühstücks- bzw. Lunchbox zum Mitnehmen. Victoria hatte die beiden Lunchboxen am Abend vorher auch vorbereitet und mir erklärt, was alles in die Kühlbox gehört: Kaffee, Tee, 2 Becher, Besteck, Teller, Servietten und natürlich die beiden Lunchboxen. Blöd ist aber, wenn man – wie es mir natürlich passiert ist – die aus zwei Teilen bestehende Lunchbox zu nachtschlafender Zeit als Zweier-Portion ansieht und den Gästen leider nur ein Frühstück einpackt. Im Kühlschrank stand natürlich eine zweite, die ich schlicht und ergreifend übersehen habe. Also, Augen aufmachen hilft!

So hatte ich dann das Gelächter auf meiner Seite, als ich von meinem Morgenausflug in den Busch zurückgekommen bin. Die Gäste haben es mit viel Humor genommen – sie hatten sich nur ein bisschen gewundert, dass es alles nur in einfacher Version gab. Es gab einen Drink auf's Haus und noch ein bisschen Schämen meinerseits, aber dann war es auch vorbei.

Für den abendlichen Game Drive stellt sich immer die Frage nach dem Sundowner – dem Drink, der beim abendlichen Stopp während der Buschfahrt angeboten wird. Mitten im Busch wird dann nach ca. der Hälfte der Fahrt an einem schönen Platz angehalten, man steigt aus und es gibt Snacks und kalte Getränke. Ein typischer Sundowner ist Gin Tonic – nicht nur lecker und erfrischend, sondern auch noch gut gegen Mücken! Also eine rein therapeutische Maßnahme und hat nichts mit dem normalen Trinken von Alkohol zu tun.

Ein anderes typisches Getränk neben Bier und Wein ist Savanna Dry, ein Cider. Eisgekühlt schmeckt er sehr erfrischend. Man sollte nur nicht meinen, im Cider wäre wenig Alkohol enthalten: der Savanna Dry und die dunkle Variante Savanna Dark haben 6 % Vol. Alkohol, die leichte Variante immerhin noch 3 %.

Savanna

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Lichtschalter finden und andere Herausforderungen

Nach einer ca. 6-stündigen Busfahrt per Ashtons Shuttle bin ich dann auch endlich am Gate von Balule Nature Reserve angekommen und wurde herzlichst von Managerin Victoria Hiley in Empfang genommen. Wir hatten uns schon bei unserem Besuch im Oktober 2015 kennengelernt und von daher war die Freude groß. Und dann ging es mit dem Bakkie – dem Geländewagen mit offener Ladefläche, einem überaus gebräuchlichen Fahrzeug im südlichen Afrika – nach Masodini ca. 6 km durch den Busch.
Nachdem ich mich häuslich in meinem Zimmer eingerichtet habe, ging es direkt auf Einführungskurs: was befindet sich wo in der Lodge und wie funktioniert was? Vor allem: wo sind alle Lichtschalter?

Am nächsten Tag stand gleich die 1. Herausforderung auf dem Plan: im Finsteren mit dem Bakkie um 4.30 Uhr den Weg bis zum Gate finden, um dort mit Gert Kruger von Tambuzi Safaris, einem englischen Paar aus einer anderen Lodge aus Balule und einem jungen deutschen Paar um 5.00 Uhr gen Krüger Park aufzubrechen. Es hat funktioniert – ich habe meinen Weg zum Gate gefunden und war rechtzeitig dort.
Wir hatten dann einen wunderbaren Tag im Krügerpark – darüber später an dieser Stelle.

Und schon wartete die nächste Herausforderung auf mich: Am Tag 2 hatte ich den Auftrag, drei Gäste in Whitewater vom Krüger Mpumalanga International Airport abzuholen. Der Flughafen ist ca. drei Stunden Autofahrt südlich von Masodini. Es geht durch wunderschöne Landschaft immer die R40 entlang, durch Hoedspruit, Bushbuckridge und Hazyview, bis es kurz hinter Whiteriver links zum Flughafen abgeht. Der Flughafen ist sehr überschaubar, klein und gemütlich.

KMI Airport1  KMI Airport2
Die drei Gäste aus Norwegen sind pünktlich gelandet und dann ging es wieder drei Stunden zurück nach Balule. Fahren in der Dämmerung in Südafrika ist völlig anders als in Deutschland: zum einen wird das Einschalten von Licht am Auto völlig überschätzt –viele Autos fahren in der Dämmerung ohne Licht herum. Dazu kommt, dass entlang der Straße Menschen, Rinder und Ziegen unterwegs sind. Und es gibt natürlich keine Straßenbeleuchtung! Allerdings ist die R40 sehr gut ausgebaut, so dass man also nicht noch zusätzlich auf Schlaglöcher – pot holes – achten muss.
Und dann war da noch die letzte Reiseetappe: im Dunkeln den Weg durch den Busch zu Masodini finden. Auch wenn ich die Strecke im Oktober bereits gefahren bin, ist es immer wieder spannend. Die ersten 900 m entlang des großen Zauns sind gar kein Problem, die „Hauptstraße" Marula Lane auch nicht. Irgendwann geht es links ab nach Masodini und dann wird die Buschstraße ein wenig schmaler und ein weniger eindeutig, wo es langgeht. Also habe ich einen Abzweig zu früh genommen, es aber schnell gemerkt und konnte wenden. Auch wenn ich an der Stelle ein bisschen Blut und Wasser geschwitzt habe, zumal ich ja auch Gäste im Auto hatte, hat alles gut geklappt und alle sind heil und gesund hier angekommen.

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Was macht ein Känguru in Südafrika?

Was macht ein Känguru in Südafrika?

Nun sind die ersten Tage bereits ins Land gezogen und ich habe mich schon einigermaßen im Busch akklimatisiert und eingewöhnt. An dieser Stelle möchte ich ein wenig von den ersten Eindrücken und Erlebnissen berichten.

An meinem Ankunftstag vor genau einer Woche in Johannesburg bin ich zunächst zu dem Kinderhospiz Löwenmut gefahren. Wie der eine oder andere von Ihnen vielleicht weiß, arbeite ich u. a. mit der Stiftung Löwenmut aus Wiesbaden zusammen, die hier ein Kinderheim /-hospiz für schwer körperlich und geistig behinderte Kinder aufgezogen haben. Und das wollte ich mir dann doch auch mal aus der Nähe anschauen! Löwenmut heißt hier Känguru, auch wenn das Känguru kein afrikanisches Tier ist, aber sehr positiv besetzt ist und das Känguru-Kind im Beutel ein bisschen an die afrikanischen Mütter erinnert, die ihre Kinder im Tuch auf dem Rücken tragen.

Der Leiter Sam Bushielo hat mich in meinem Hotel abgeholt und wir sind dann zusammen ca. 45 Minuten nach Kliprivier südlich von Johannesburg gefahren. Das Haus beherbergt derzeit 21 Kinder, aber sie haben eine Warteliste von über 40 Kindern. Leider reicht dazu der Platz nicht aus – deshalb wird ein neues Gebäude auf dem Gelände gebaut, das aussieht wie die Strahlen einer Sonne. Zwei Strahlen sind fast bezugsfertig – für die anderen Strahlen müssen weitere Spenden gesammelt werden.

Nicht weit von den Gebäuden wurde ein kleiner landwirtschaftlicher Bereich angelegt: Känguru Eco-Agri. Dort gibt es u. a. einen Heilkräutergarten sowie einen Obst- und Gemüsegarten. Die Kinder werden mehrfach in der Woche hierher gebracht und genießen die Zeit draußen – zumal es rund um den Garten Ziegen gibt, die bei den Kindern sehr beliebt sind.

Ich wurde zu allen Kindern geführt, die trotz ihrer teilweise sehr schweren Behinderungen hier einen Ort gefunden haben, an dem sie sich wohlfühlen können, ein kleines Zuhause. Teilweise kommen die Eltern ihre Kinder einmal in der Woche besuchen, teilweise sind es Waisenkinder.

Ein sehr bewegender und spannender 1. Tag in Südafrika geht zu Ende.

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Herzlich Willkommen und Sawubona zum neuen shosholoza-Blog!

Ich begrüße Sie ganz herzlich zu meinem neuen shosholoza-Blog. Shosholoza ist jetzt seit fast genau drei Jahren auf dem Markt und die Idee eines Blogs geisterte mir schon länger im Kopf herum. Aber bekanntlicherweise brauchen manche Dinge länger, bis sie dann wirklich auch in die Tat umgesetzt werden. Manchmal braucht es vielleicht auch den notwendigen Impuls von außen, damit sich etwas bewegt und etwas Neues entstehen kann. Dazu passt ein Satz, den Eckhart von Hochheim, besser bekannt als Meister Eckhart (deutscher Theologe und Mystiker aus dem 13. Jahrhundert) gesagt hat: „Und plötzlich weißt Du: es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen".

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Kontakt

shosholoza by Bettina Brandt

Firmensitz: Berger Straße 130, 60385 Frankfurt

Ausstellung und Verkauf:
Galerie unikART, Würzburger Straße 10, 60385 Frankfurt
Telefon (069) 49 08 68 42 . Mobil (0173) 68 33 942
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